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Körperbewegung gehört zu mir seit
meiner Kindheit. Ich brauche Bewegung zum Leben wie ein Fisch
das Wasser. Wegen einer angeborenen Fehlstellung der Hüftgelenke
und daraus folgenden chronischen Entzündungen musste ich
schweren Herzens das Tanzen aufgeben. Im Yoga habe ich danach
glücklicherweise den Weg gefunden, der für mich gangbar
ist und bin so Iyengar -Yogalehrerin geworden. Die anatomisch
äusserst präzise Ausrichtung des Körpers im Iyengar
-Yoga, die Unterstützung durch Hilfsmittel, wo dies nötig
ist, sowie das eher langsame Üben erlauben es jedem Menschen
Yoga zu praktizieren. Aus tiefstem Herzen danke ich B.K.S.Iyengar,
einem der grossen Yogameister unserer Zeit, sowie all meinen
anderen Iyengar-lehrern und Lehrerinnen für die Vermittlung
ihres Wissens. Ohne sie wäre ich nicht da wo ich bin.
Im Verlauf der Jahre sind mir noch andere bewegungsanatomische
Themen wichtig geworden, wie zum Beispiel vorbereitende Aufwärm-
und Stärkungsübungen und das bewusste Integrieren
des Beckenbodens. Regelmässige Weiterbildungen inspirieren
mich und helfen mein Wissen und meine Erfahrung zu vertiefen.
Ich habe auch andere Yogastile geübt, interessiere mich
für die Schriften von östlichen und christlichen Mystikern
und glaube, dass es manchmal sogar westliche therapeutische
Ansätze braucht um innere Verknotungen bewusst zu lösen.
An Dogmen und Gurus glaube ich nicht. Wir
tendieren dazu, uns von Ihnen abhängig zu machen. Ich bin
der Meinung, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden muss,
seine innere Stimme, den inneren Guru. Äussere Lehrer können
uns inspirieren, Anstösse geben, Wissen vermitteln. Auf
meinem Yogaweg, möchte dabei authentisch sein und als Yogalehrerin
das weitergeben, was ich erfahren habe und verkörpere.
Ich bin also auch im Unterrichten immer nur so weit wie ich
bin, lerne ständig dazu, durch meine eigene Yogapraxis,
durch den Austausch mit meinen Yogaschülerinnen- und Schülern,
durch Weiterbildungen, durch das Leben mit Mann und Kind, durch
meine Psychoanalyse, durch das Leben überhaupt. |